Infografik userinterfacedesign World Cafe

Wissen sichtbar machen, Ideen entwickeln und Innovationen erarbeiten.

Das World-Café als Einstieg in ein neues Projektvorhaben oder die gemeinsame Bearbeitung eines neuen Themenfeldes.

Vorbereitung

Stellen Sie ein kompetentes Team zusammen. Dieses sollte aus Vertretern all jener Bereiche des Unternehmens bestehen, die von den Ergebnissen des World Cafés betroffen sein werden und/oder die ein hohes Interesse an den behandelten Fragestellungen haben.

Durchführung

Anders als in einem Café werden im Workshop die zu besprechenden Themen allerdings vorgeben – in Form von Fragestellungen oder Thesen.
Die zufällig entstandenen Kleingruppen, idealerweise 4-6 Personen je Tisch, haben nun 15 – 20 Minuten Zeit, sich untereinander kennenzulernen, auszutauschen, ihr Wissen zu teilen, Lösungen zu erarbeiten, Ideen zu entwickeln – und die wichtigen Gesprächspunkte auf die extra dafür vorgesehene weisse «Tischdecke» aufzumalen, zu schreiben oder auch nur zu scribbeln.

Nach der festgelegten Zeit zerstreuen sich alle Kleingruppen und finden sich zu neuen Gesprächsrunden an anderen Tischen zu einer anderen (vorgegebenen) Fragestellung zusammen – die bisher bereits auf der «Tischdecke» dokumentierten Ergebnisse der vorherigen Gruppe können hier als Impuls oder Einstieg genutzt, weiter ausgearbeitet oder auch verworfen werden.

Der Übergang zwischen den Gesprächsrunden kann für die Teilnehmer erleichtert werden, indem ein Teilnehmer der Vorgruppe am Tisch verbleibt, die neuen Gesprächspartner empfängt, in das bisherige Gesprächsergebnis einführt und dann erst in der nächsten Runde selbst weiterwechselt. Im Idealfall werden pro Tisch feste, selbst nicht wechselnde Gastgeber platziert, die jeweils die neue Runde kurz briefen. Vermieden werden muss hierbei, dass «feste Gastgeber» die Gesprächsrunden steuern oder moderieren!

Abschluss

Am Ende des World Cafés werden die Ergebnisse vorgestellt und geteilt – die letzte am Tisch befindliche Gruppe stellt jeweils allen anderen Teilnehmern vor, was über die Gesprächsrunden hinweg auf den Tischdecken dokumentiert wurde.

Aus der Praxis

  • Wirksame und relevante Fragestellungen zu finden ist der Dreh- und Angelpunkt von World Cafés.
  • Die Thesen oder Fragen bilden den Grundstein des Gelingens des World-Cafés – sie müssen im Vorfeld genau durchdacht und entsprechend der Ziele des Workshops formuliert werden.
  • Grundsätzlich gilt es, offene Fragestellungen oder provokante Thesen anzubieten – sie dienen als Impuls für die Diskussionen!
  • Gute Fragen sind spannend formuliert, laden zu Diskussionen ein und wecken die Neugier.
  • Die Fragen sollten aufeinander aufbauen und gleichzeitig trennscharf sein.
  • Zu vermeiden sind Fragen, die mit JA oder NEIN beantwortet werden können!