Workshop 01 – Nutzer Beobachtung

Bedienung «SBB Ticketautomat»

Burri über SBB-Bilettautomaten

Briefing

Nicht nur für ungeübte Nutzende ist die Bedienung eines Ticketautomaten oft mit Stress verbunden. Damit die Anforderungen an eine gebrauchstaugliche und ansprechende Gestaltungslösung definiert werden können, gilt es zu klären, welche Benutzenden unter welchen Bedingungen das interaktive System (in diesem Beispiel der Ticketautomat) verwenden. In diesem Workshop analysieren Sie den Nutzungskontext systematisch mit Hilfe der AEIOU-Methode.

Quelle: SRF Giacobbo / Müller

Vorgehen

Schritt 01

Schauen Sie sich das Video an.

Schritt 02

Beantworten Sie mit der AEIOU-Methode folgende Fragen

A – für Activities
  • Was macht die Person?
  • Was ist ihre Aufgabe?
  • Welche Aktivitäten führt sie aus?
E – für Environment
  • Wie sieht das Umfeld aus? (öffentlicher Raum, halböffentlicher Raum, privat, unterwegs)
  • Auf welche Hindernisse trifft er bei seinem Vorhaben
  • Was passiert sonst noch im Umfeld?
I – für Interaction
  • Wie interagiert die Person mit dem System?
  • Wie wird das interaktive System bedient?
O – für Objects
  • Was für Gegenstände und Geräte werden benutzt?
U – für User
  • Welche Absichten und Ziel hat der Nutzer?
  • Welche Eigenheiten hat der Nutzer?
  • Welche Eigenschaften bringt er mit? (Mentale Modelle, Erwartungen und Ängste)
  • Durch was oder wen werden die Nutzer beeinflusst?

Schritt 03

Halten Sie Erfordernisse des Benutzers an den SBB-Ticketautomat schriftlich fest.

Schritt 04

Leiten Sie aus den Erfordernissen konkrete und messbare Nutzungsanforderungen ab.

Beispiel zu Schritt 03/04

Erfordernis: Ein Autofahrer muss während einer Autofahrt jederzeit im Bilde sein, wie viele Kilometer er mit der aktuellen Tankfüllung fahren kann, um rechtzeitig nachtanken zu können.

Nutzungsanforderung (quantitativ): 99 % der Nutzer, die regelmässig Auto fahren, müssen während der Fahrt innerhalb von 5 Sekunden nachschauen können, wie viele Kilometer sie mit der aktuellen Tankfüllung noch fahren können.

Quelle: usability-in-germany.de